Springe zum Inhalt

Gibt es das Thema Beziehungsunfähigkeit wirklich? Wann spricht man von Beziehungsunfähigkeit und wie verhält es sich damit? Wie ist der Weg hinaus möglich?

Beziehungsunfähigkeit


Beziehungsunfähigkeit heilen

Martina sprach seinerzeit davon, dass sie beziehungsunfähig sei. Man redet schnell von Beziehungsunfähigkeit. Ein Schlagwort, welches oft angewendet wird. Was aber bedeutet es und wie kommt man, wenn es das gibt, da raus? Am Beispiel von Martina und ganz allgemein möchte ich dir das Thema, den Hintergrund und die Lösung vorstellen.


Buchtipp: Euer Glück kotzt mich an!: Warum es Dich schmerzt, wenn andere Menschen glücklich sind und von Deinem Weg zum eigenen Glück und zur Liebe in Dir!


Martina war beziehungsunfähig, so sagte sie …

Ich wusste, was Martina* meinte, als sie davon sprach, sie sei beziehungsunfähig. Ihren Ausdruck nahm ich erst einmal an, denn so falsch ist er an sich nicht. Wir fanden gemeinsam, dass ein halber Intensivtag für sie ganz gut sein würde und haben dann einen Termin vereinbart. Ich bat sie, dass sie zu dem Fragebogen (siehe Downloads) noch einmal ihre Beziehungen kurz erfasst und auflistet, soweit sie sich erinnern kann. Wichtig waren Dauer, das Kennenlernen, der Verlauf und die Trennung – in kurzen Worten.

Was bedeutet Beziehungsunfähigkeit?

Beziehungsunfähig zu sein drückt etwas aus, dass es als Erkrankung oder Diagnose nicht gibt, was aber eine bestimme Situation ganz gut beschreibt, in der wir uns befinden können. Eine „Generation Beziehungsunfähig“ ist abstruser Unsinn und ein pauschaler Abklatsch von etwas, was in uns allen entstehen kann, aber auch ebenso leicht heilbar ist, wenn man „Heilung“ als Begriff nehmen möchte. Was es bedeutet, dass wird am Gespräch mit Martina schnell deutlich.

Das steckte bei Martina hinter der Beziehungsunfähigkeit

Martina hatte in ihrem Leben – wie ich selbst auch – keine Beziehungen kennengelernt, die wirklich auf Augenhöhe oder gesund waren. Immer wieder gab es Trennungen, Lügen, Betrug und Aggression. Das ist kein gesundes Umfeld, wenn man aufwächst. Nun hat sie einen „unsicheren Bindungsstil“ entwickelt und war immer sehr misstrauisch. Daraufhin kommt es auch immer wieder dazu, dass man eine Beziehung nicht einmal ausprobiert, sondern früh das Handtuch wirft. Das, was man kennt ist ja auch nichts vernünftiges. Sie sucht natürlich den Fehler bei sich, weil die Eltern sie immer wieder unterdrückt und bevormundet haben. Da blieb sie lieber allein, war aber dennoch unglücklich damit.

Früher war alles besser!

Das sagte sie und viele andere Menschen sehen das ebenso. Früher waren Beziehungen ja toll und hielten ewig. Ja, das ist leider eine Illusion, die ich dir jetzt raube. Früher waren Partnerschaften auch Mist. Es war noch viel schlimmer.

Wie war das bei den Großeltern?

Oma und Opa haben nicht immer alles repariert, sondern der Opa konnte machen, was er wollte. Seie Ehefrau zum Sex zu zwingen war nicht strafbar bis vor rund 20 Jahren. In den 60er und 70er Jahren fing es langsam damit an, dass Frauen ähnliche Rechte hatten wie Männer. In den 70er Jahren konnte eine Frau einen Arbeitsvertrag ohne Mann oder Vater unterschreiben und alleine ein Konto eröffnen – und das war erst später normal in der Öffentlichkeit. Besser ist das sicher nicht gewesen.

Wie ist es heute?

Heute ist es noch nicht so, dass Frauen das gleiche Geld verdienen wie ein Mann. Man versucht es heute mit Frauenquoten und anderen Krücken, eine Gleichwertigkeit der Geschlechter zu installieren. Seit Kurzem wird es mit übertriebenem Gendern allerdings etwas sehr ad absurdum geführt, was Frauen in Jahrzehnten nach und nach erreicht haben.

Wie war Martinas Weg hinaus?

Das, was bei ihr als Kind in ein falsches Licht gerückt wurde, das musste „heilen“, also sie musste den Frieden damit machen und die Dynamik in den Beziehungen erkennen. Somit war es kein Angriff auf sie und die Chancen einer Beziehung wurden klar. Dadurch hat sie verstanden, wie es zu den vielen kaputten Beziehungen kam. Sie hatte einfach die falschen Dinge erlebt, gelernt und vorgelebt bekommen. Nachdem sie damit ihren Frieden gemacht hatte, haben wir daran gearbeitet, was für einen Mann sie sich wünscht und wie er sein soll. Nun haben wir passende Strategien entwickelt und sie hat dem Leben eine Chance gegeben. Sie lebt heute in einer wirklich schönen und glücklichen Beziehung und ich freue mich sehr für sie.

Der Weg aus der Beziehungsunfähigkeit

Immer wieder sind es ähnliche Dinge, die sich immer etwas anders darstellen. Wir wünschen uns eine glückliche Beziehung und haben doch Angst davor. Das können wir verändern. Alle haben wir das verdient und haben die Chance dazu. Unsere inneren Kinder müssen gesund werden, die Seele muss heilen können und wir müssen in unsere Mitte kommen. Dann finden wir alle unsere Ziele und auch eine schöne Partnerschaft ist dann möglich.

Was ist mit dir?

Möchtest du darüber sprechen, wie du deine Wünsche, Träume und Ziele erreichen kannst? Auch deine Beziehungsunfähigkeit kannst du loslassen lernen. Martina hat es auch geschafft – wie ich selbst damals auch, als ich den Mechanismus in meiner Ausbildung erkannte und aufgelöst habe. Ruf gerne an oder schreib mir eine Mail – bitte mit Telefonnummer (Handy), damit ich dich anrufen kann.


* Den Namen und einige Details habe ich natürlich aus Gründen der Diskretion verändert.

Wie führt man eine glückliche und lange Beziehung oder Ehe, in der sich beide Partner wohlfühlen? Warum lohnt sich das eigentlich? Was haben wir davon?

Wie führt man eine glückliche und lange Beziehung oder Ehe, in der sich beide Partner wohlfühlen? Warum lohnt sich das eigentlich? Was haben wir davon und wie ist es für uns beide schön?

21 Regeln für eine lange glückliche Ehe


21 Regeln für eine lange glückliche Ehe

Die nachfolgenden Regeln oder Tipps können eine Beziehung lange wirklich glücklich machen. Am Ende besteht auch die Möglichkeit, eigene Tipps zu ergänzen, wenn ihr möchtet.

  1. Schaue auf das Gute an/in deinem Partner

Wenn du immer meckerst über das, was dir nicht gefällt, wirst du immer unzufrieden sein. Natürlich wirst du jemanden finden können, der einen flacheren Bauch hat oder dessen Augen größer sind. Kein Partner ist perfekt – aber wir können auf das schauen, was wir schön und besonders finden, was uns anzieht und erfreut. Dann haben wir lange Freude aneinander.


Buchtipp: In 50 Fragen zum Beziehungsglück. Kann aus dieser Beziehung etwas werden? Findet es gemeinsam heraus mit diesen Fragestellungen.


  1. Mache dich selbst glücklich

Wenn du immer nur dein Glück von deinem Partner abhängig machst, dann bist du abhängig. Es ist wichtig, dass wir uns auch um uns kümmern, uns selbst wichtig nehmen und schauen, dass wir auch für unser eigenes Glück etwas unternehmen.

  1. Versuche nicht deinen Partner zu ändern

Menschen sind, wie sie sind und wenn wir sie lieben, dann genau so, wie sie sind. Wenn wir Menschen verändern wollen, dann ist das kein Ausdruck von Liebe, sondern drückt unsere Bedürftigkeit aus. Wenn wir zu lieben beginnen, dann lieben wir das, was ist.


Video zum Artikel bei YouTube:


  1. Nimm die Beziehung / Ehe als wichtigen Teil an

Nur das, was uns wichtig ist, wird uns auch gelingen. Wenn wir uns selbst wichtig nehmen, den Partner nicht ändern, aber unsere Ehe / Beziehung zu einer wichtigen Priorität machen, dann wird sie auch gelingen können. Neben den einzelnen Beteiligten muss die Beziehung eine weitere wichtige Priorität darstellen.

  1. Findet gemeinsam gute Gemeinsamkeiten

Nehmt euch jeden Tag Zeit für schöne Dinge, die euch Freude bereiten und kultiviert das, was gemeinsam schön ist.

  1. Lerne aus der Vergangenheit

Statt in der Vergangenheit zu leben, kannst du von ihr lernen. Die Vergangenheit darf das Leben nicht beeinflussen, aber sie ist eine wichtige Grundlage für das Leben von heute und morgen, wenn wir Lehren daraus ziehen.

  1. Öffne dich dem Hier und Jetzt

Macht euch bereit für neue Erfahrungen und für das Hier und Jetzt. Habt den Mut, gemeinsam zu wachsen und euch zusammen zu entwickeln. So könnt ihr neue Herausforderungen meistern und gemeinsam neue erfreuliche Dinge erleben.

  1. Freut euch aneinander

Sagt euch jeden Tag selbst und dem Partner, dass ihr euch wichtig nehmt. Man kocht lieber, wenn man Anerkennung bekommt und man putzt auch das Auto besser, wenn es anerkannt wird. Öffnet euch, die schönen Kleinigkeiten immer noch wertschätzen zu können.

  1. Zeige Liebe statt nur darüber zu reden

Nicht alle Menschen sagen, dass sie den Partner lieben, aber sie zeigen es. Die Wäsche machen, einkaufen und auch die Essenszubereitung können Liebe sein und liebevoll erledigt werden. Liebe besteht nicht immer aus Worten und Worte ohne Taten sind leere Hülsen, die wirkungslos verpuffen.

  1. Nehmt euch gemeinsame Zeit

Wir leben in einer Beziehung, weil wir gemeinsame Zeit gerne miteinander verbringen wollen. Diese muss auf jeden Fall gepflegt werden.

  1. Nimm an was dir nicht gefällt

Mache eine Liste mit Dingen, die dir nicht gefallen und lerne, sie anzunehmen. Der Klodeckel oder die Socken, die Zahnpasta Tube oder andere Kleinigkeiten können wir annehmen lernen und nicht immer vor Augen haben. Wenn solche Nebensächlichkeiten wichtig werden, dann verlierst du auch das Gute – und das wäre es nicht wert.

  1. Schöne Kleinigkeiten

Wunderschön ist, immer wieder in kleinen schönen Dingen zu zeigen, wie wichtig dein Partner ist. Das kann eine Umarmung in der Gesellschaft anderer Menschen sein oder das können auch anerkennende Worte sein, wenn er / sie gerade die eigene Kompetenz nicht erkennt oder auch ein kleines Bild, ein paar liebe Worte oder ein ausgedrucktes Gedicht.

  1. Sei für deinen Partner da

Wenn dein Partner Hilfe braucht, dann sei da, aber dränge dich nicht auf. Aufgedrängte Hilfe ist übergriffig und nervig.

  1. Bitte um Hilfe

Wenn du deinen Partner um Hilfe bitten kannst, dann ist das ein Zeichen der Anerkennung von Kompetenz und Zuneigung. Lerne, um Hilfe zu bitten und sie annehmen zu können, ohne zu überfordern.

  1. Klärt wichtige Dinge

Schaut, dass es nicht dazu kommt, dass Dinge zu lange ungeklärt bleiben und achtet darauf, dass ihr nicht zu sehr auseinander driftet. Was euch beschäftigt, das muss auch ausgesprochen werden dürfen und dann darf es seinen Gang gehen.

  1. Seid kreativ

Neue Ideen dürfen in jedem Fall in eine Beziehung. Vorschläge und Ideen beleben immer wieder die Gemeinsamkeit.

  1. Nimm das Auf und Ab an

Es wird nie immer die Sonne scheinen können. Nimm es daher einfach an, dass ihr auch wieder gute Zeiten habt, wenn es gerade mal hart ist. Arbeitet am gemeinsamen Glück. Nach einer Trennung wird es solche Momente auch in einer anderen Beziehung geben. Weglaufen ist keine Option und macht die Dinge nicht besser.

  1. Gebt euch Raum

Wer permanent seinen Partner bedrängt und zwingt, Dinge zu tun, der wird ihn verdrängen. Lasst euch den Freiraum, den ihr braucht. Jeder muss atmen können und braucht genügen Sonne und Regen – wie Pflanzen auf einem Feld.

  1. Pflegt eigene und gemeinsame Freunde

Es ist wichtig, dass jeder seine Freunde hat und auch beide einen gemeinsamen Freundeskreis. Die gemeinsamen Freunde sollten dabei die höhere Priorität haben, jedoch ist beides wichtig.

  1. Gemeinsame Auszeiten

Ihr könnt euch auch gemeinsam eigene Auszeiten nehmen, wenn er das Auto repariert und sie ein Buch liest. So habt ihr Zeit, die ihr beide für euch habt und doch bei einander sein könnt.

  1. Nehmt das Leben nicht zu ernst

Immer eine Prise Humor und etwas Glitzer sind wichtige Bestandteile einer Beziehung. Es braucht nicht nur den Ernst des Lebens, wenn wir glücklich sein wollen.

Wenn es einmal zu wenig wird, dann kann man an einer Beziehung arbeiten, denn Beziehungsglück ist für alle Menschen möglich – manchmal auch mit einer Paartherapie, was eine tolle Möglichkeit ist, sich wieder besser oder neu zu finden. Hoch und Tief gehören zum Leben, Krisen und Glücksmomente, Regen und Sonnenschein – das brauchen wir für unser Wachstum und das Wachstum der Beziehung.

Wollen wir über deine Beziehung reden? Übrigens: Auch Online-Coaching für Paarbeziehungen wird immer einfacher.

2

Wie kann man gemeinsam glücklich sein? Wie verarbeiten wir Trennungen? Was ist noch zu retten, wann und wie? Eheberatung bzw. Paartherapie – was bedeutet es?

Wie kann man gemeinsam glücklich sein? Wie verarbeiten wir Trennungen? Was ist noch zu retten, wann und wie? Eheberatung bzw. Paartherapie – was bedeutet es für uns? Hier wichtige Antworten.

Eheberatung


Häufige Themen in der Paartherapie / Eheberatung

Es gibt – wie man so schön sagt – keine dummen Fragen. Einige der häufigen Themen sind hier einmal zusammengefasst. Jeder aber darf sein Thema äußern, wichtig finden und klären. Fragen und Antworten zur Paarberatung sind wichtig. Was uns belastet, braucht eine Lösung und keine Schublade.

Wie kann man gemeinsam glücklich sein?

Wir müssen nicht gleich sein, aber die Anziehung gleichwertig. Unterschiedliche Menschen können sich gegenseitig ergänzen und manchmal können harmonische Beziehungen bei Paaren möglich sein, bei denen wir es nicht vermuten würden. Dazu gibt es keinen Grundsatz. Was aber das Ungleichgewicht der Kräfte stört, das trennt irgendwann auch. Machtkämpfe, Umerziehen, fehlendes Vertrauen, Kontrolle, Lügen, Rollenverständnis, Aufgabenverteilung,  Wohnvorstellungen, Finanzen, Sexualität, fehlende Nähe und Eintönigkeit sind klare Anzeichen für eine Störung des Wertesystems im gemeinsamen Glück.

Was ist noch zu retten, wann und wie?

Man muss sich erst einmal anschauen, was geschehen ist. Fernbeziehungen brauchen andere Hilfe als die in einer gemeinsamen Wohnung. Geht es um ein Paar, um die Kinder oder eine Familie? Fehlen der Respekt und die Achtung? Kam es zu Untreue und wie weit ging sie? Ist eine Affäre da gewesen und ist sie erledigt? Eifersucht, Angst, Depression, Alkohol, Rauchen – viele prägende Erlebnisse können Spuren hinterlassen und die Beziehung erdrücken. Freunde, Familie und viele Menschen mehr gehören vielleicht auch zum Thema.

Wir brauchen individuelle Sichtweisen auf das, was wirklich dahintersteht und dann lassen sich zahlreiche Probleme auch überwinden. Wie es ausgeht, das weiß man nicht. Es reicht schon, wenn man hinschaut und dem Unglück keine Chance mehr gibt.

Wie verarbeiten wir Trennungen?

Manchmal kann man nicht mehr miteinander und manchmal ist man mit der Trennung überfordert, die einen überkommen hat. Wer bleibt wo und wer geht? Was ist mit den Kindern und wann sagt man wem was? Gibt es noch eine Chance oder nicht? Kann man neu beginnen und was muss vorher geklärt sein? Das sind auch sehr individuelle Dinge, deren Klärung uns schnell hilft. Selbst die besten Vorsätze können mit Unterstützung besser umgesetzt werden.

Eheberatung bzw. Paartherapie – was bedeutet es für uns?

Natürlich ist es immer so individuell wie unsere Fingerabdrücke. Die gleichen sich niemals – eben auch bei einem noch so harmonischen Paar oder Seelenverwandten nicht. Es braucht die Lösung dessen, was eine Belastung darstellt. Beide Partner haben etwas, was sie unglücklich macht – das ist so, wenn wir unsere Themen offenlegen. Zumeist wird nur einer der Partner früher bewusst. Wer dann auf der anderen Seite steht, der sollte sich einbringen – so kann man mehr retten, als durch Flucht vor der Klärung, die vielleicht schon viel zu lange hinausgeschoben wurde. Einen Termin vereinbaren schadet nicht – selbst bei kleineren Themen. So kommt es vielleicht nie dazu, dass es zur Katastrophe ausartet. "Shit happens" sagt man und Lösungen sind manchmal so leicht, wenn man einmal anders schaut. Das wäre doch wunderbar – oder nicht? Wollen wir darüber sprechen?

1

Wie erkenne ich, dass meine Scheidung / Trennung bevorsteht? Wann ist meine Beziehung wirklich so gut wie beendet und wann nicht? Was kann ich jetzt machen?

Wie erkenne ich, dass meine Scheidung / Trennung bevorsteht? Wann ist meine Beziehung wirklich so gut wie beendet und wann nicht? Wann kann ich noch was dagegen unternehmen, dass wir uns trennen?

Psychologen entdecken Die häufigsten vier Anzeichen einer bevorstehenden Scheidung


40 bis 50 Prozent beträgt die Scheidungsrate in den letzten Jahren. 1960 waren es noch ca. 10%, 1970 18% und 1190 schon fast 30% (Quelle: statista). Wer weiß, was die deutlichsten Anzeichen für eine Trennung / Scheidung sind, der wird auch wissen, was zu tun ist, um die Talsohle zu überstehen. Es ist nicht zu spät, um etwas zu verändern. Schauen wir es uns näher an – dies sind die vier Punkte und die jeweiligen Lösungsansätze.


Buchtipp: Ratgeber Liebe und Partnerschaft: Heiße Themen rund um was und wen wir lieben.


Das erste Zeichen ist zu wenig Kommunikation. Mein Partner mauert (oder beide), um einen Konflikt zu vermeiden oder um unangenehmen Gesprächen aus dem Weg zu gehen. Wer in einer Unterhaltung immer wieder blockt und sich ablenkt, der ist desinteressiert und möchte keine wirkliche Kommunikation mehr. Dies geschieht oft dadurch, dass man pausenlos auf sein Handy schaut oder den Blick umherschweifen lässt. Alles ist wichtiger, als das Gespräch zu führen, weil es belanglos erscheint.

Wer sich nicht dem Gespräch öffnet gefährdet die Beziehung, weil er seinem Partner keine Aufmerksamkeit gibt. Andererseits kann auch das ewige Nerven mit dem immer gleichen Thema dies ausgelöst haben. Hier ist es wichtig, zu hinterfragen, ob man wirklich immer wieder Diskussionen heraufbeschwört, die an sich sinnlos sind oder ob es um Respektlosigkeit auf der anderen Seite geht. In jedem Fall ist es wichtig, zu sagen, was zur Belastung wird. Wenn ein Partner immer wieder fordert, dass man etwas Bestimmtes tun oder unterlassen soll, was gegen die eigene Überzeugung geht, dann braucht es Mut und Offenheit, es anzusprechen. Man darf aber sicher auch sagen, dass es erwartet wird, dass man sich Zeit zur Unterhaltung nimmt und fragen, was an dem Gespräch so wenig Aufmerksamkeit verdient hat, dass es zu Ablenkungen und Ausflüchten kommt.

Das zweite Anzeichen ist, dass man nur noch negative Gefühle ausdrückt und nur noch die schlechten Angewohnheiten im Fokus sind. Man soll sich Luft machen dürfen, aber es geht nicht, dass man nur noch das Schlechte in seinem Partner erkennt. Eine Studie der Universität Washington hat frisch verheiratete Paare nach dreizehn Jahren daraufhin überprüft, ob sie immer noch glücklich waren oder bereits geschieden.

An den negativen Seiten herummäkeln und sich daran hochschaukeln kann das Vorzeichen der Scheidung sein, so stellte man hier fest. Natürlich gibt es Dinge, die man mehr oder weniger an seinem Partner mag, aber diese in das Zentrum der Aufmerksamkeit zu bringen, wird nichts auflösen. Es wird viel eher dazu fühlen, dass der Partner sich ungeliebt und abgelehnt fühlt. Jeder Mensch ist ein Individuum und auch die Macken unseres Partners sollten wir lieben lernen, mindestens aber respektieren und nicht immer das Messer in die Wunde legen.

Wenn Du etwas verändern möchtest, dann beschränke Dich auf die positive Zielsetzung. Statt zu sagen: „Du liebst mich nicht mehr, weil Du mir nie mehr etwas mitbringst.“ ist es viel besser, so positive Ziele zu formulieren: „Weißt du noch, wie Du mir die Blumen damals mitgebracht hast. Manchmal denke ich heute noch daran, auch wenn es schon lange her ist. Du kannst schon manchmal ein Schatz sein.“. So richtest Du das Augenmerk auf das Ergebnis und erklärst, was Dir wichtig ist. Wichtig ist aber auch, ob der Partner mit dem jeweiligen Ziel etwas anfangen kann. Manchmal braucht es etwas mehr Feinfühligkeit und kleinere Schritte zum Erfolg.

Das dritte Warnzeichen ist die Abnahme von Zuneigung in der Partnerschaft. Auch wenn Du Deinen Mann / Deine Frau liebst, darfst Du das sagen, ausdrücken und auch körperlich zeigen. Niemand möchte immer für selbstverständlich genommen werden. Wer sich nicht mehr wertgeschätzt fühlt, der wird sich schnell nach anderer Aufmerksamkeit umsehen. Hier beginnen dann Trennungsabsichten sehr schnell, die mit Untreue beginnen. Wer keine Zuneigung mehr sichtbar bekommt, der wird sie sich holen, weil wir alle danach sehnen, geliebt, verstanden und auch wahrgenommen zu werden. Auch dies hat die oben genannte Studie der Uni Washington ganz deutlich aufzeigen können.

Das vierte und deutlichste Anzeichen für eine bevorstehende Scheidung ist die fehlende empathische Reaktion auf die Bedürfnisse des Partners. Aktives Zuhören ist in unserer Gesellschaft unwichtiger geworden, aber dennoch sehr wichtig. Es sorgt jedoch sehr für Harmonie und Stabilität in einer Beziehung. Die Forscher haben diese vier Anzeichen untersucht und konnten mit ca. 80% Wahrscheinlichkeit sagen, ob die Partner noch verheiratet waren oder bereits geschieden.

Es lässt sich vieles noch retten. Wenn wir beginnen, aktiver zuzuhören und wirklich auf das achten, was wir als Botschaft empfangen, dann können wir erkennen, worum es wirklich geht. Wenn Dein Partner etwas sagt, dann höre aufmerksam zu und mache Dir klar, dass es auf die Kommunikation ankommt, wenn ihr zusammen bleiben wollt. Danach braucht es entsprechende Reaktionen, aber die sind Verhandlungssache und Du musst nicht immer gleich nachgeben.

So geht Kommunikation besser: Vermeide Ablenkungen und suche Blickkontakt, das ist höflich, aufmerksam und zugewandt. Nimm dir Zeit, bevor Du antwortest, aber auch nicht so lange, dass Dein Partner glaubt, Du würdest nichts sagen wollen. Aufmerksamkeit zeigst Du auch durch soziale Grunzlaute wie „Hm, Ja, Aha“ und durch Kopfnicken. Fasse dann noch einmal zusammen, was Du verstanden hast mit Worten wie „Es ist richtig, dass Du meinst …“ oder „Du denkst also ..:“, damit Verständnisdifferenzen geklärt werden. Nimm Dir ausreichend Zeit und sorge dafür, dass ihr nicht unterbrochen werdet.

Setzt Euch gemeinsame Ziele und besprecht zusammen, wie was gestaltet werden soll. Und selbst dann, wenn Du eine Verhaltensweise nicht verändern willst, dann sage etwas dazu. Schätze die Sichtweise des Partners und sage Deinen Standpunkt. So könnt Ihr eine Einigung bzw. einen Kompromiss erzielen, was wichtiger ist, als Recht zu behalten. Vor allem könnt ihr diese Entscheidungen auch gemeinsam tragen und der Streit wird nicht fortgeführt.

Bedenke, dass Nähe wichtig ist. Kuscheln und Zärtlichkeiten sind wichtiger als Sex, vor allem aber sind sie die Basis einer gesunden und schönen Sexualität. Sex ohne Nähe ist nichts, Nähe ohne Sex kann eine Zeit lang ausreichend sein. Und der Sex wird auch wiederkommen, wenn das Vertrauen, die Aufmerksamkeit und Nähe wieder da sind. Wollen wir darüber sprechen und daran arbeiten?

Trennung und Neuanfang. Kann und soll ich wirklich eine Trennung in Kauf nehmen und von vorne anfangen? Wie kann ich das schaffen? Was ist die Alternative?

Trennung und Neuanfang. Kann und soll ich wirklich eine Trennung in Kauf nehmen und von vorne anfangen? Wie kann ich das schaffen?

Trennung und Neuanfang


Der Mut zur Trennung
Fehlt es mir „nur“ am Mut, mich zu trennen und schaffe ich es nicht, weil ich Angst davor habe, wie es weitergeht? Ist vielleicht doch mehr dahinter, als ich denke, fühle oder zugeben möchte? Oftmals fühlen wir uns wohl in unseren Problemen und auch in destruktiven Beziehungen. Manchmal aber gibt es noch etwas, das es zu bewahren gilt und das einen Wert für uns hat. Stellen wir uns doch einfach einmal die Frage, ob wir den Mut haben, eine Trennung anzugehen. Diese Überlegung mag wichtig sein. Was kann uns abhalten davon, dass wir eigene Wege gehen und was ist es, das wir wirklich wollen? Ist es eine Frage des Mutes?


Buchtipp: In 21 Tagen Nein sagen lernen. Das Handbuch für mehr Abgrenzung!: Geschenkbuch für Menschen, die nicht Nein sagen und sich nicht abgrenzen können. (Das Geschenk des Glücks, Band 1)


Trennung und Neuanfang
Wenn ich mich zu einer Trennung durchringe, dann den Mut zu haben, ganz von vorne anzufangen, das ist eine wirkliche Leistung. Wir geben vieles auf, wenn wir uns trennen und wir übernehmen meist die Rolle unseres Partners mit. Auf einmal muss er sich darum kümmern, wie bügeln und Wäsche waschen geht und sie muss die schweren Dinge tragen und Reparaturen extern erledigen lassen. Das sind nur jeweils zwei kleine Beispiele, von denen es noch viel mehr gibt. Auch die Kinder müssen betreut werden, Besuchsregelungen getroffen werden und vielleicht brauchen sogar beide Partner eine eigene Wohnung, da sie die aktuelle Wohnung / das aktuelle Haus nicht halten können.

Schreckt mich der Aufwand oder liebe ich noch?
Diese Frage dürfen wir uns stellen. Wenn es mir so geht, dass es die Gefühle sind, die mich in der Beziehung halten, dann sollte ich versuchen, dem Ganzen eine Chance zu geben. Sollte ich jedoch nur den Aufwand scheuen, die Trennung auf mich zu nehmen, dann kann es sein, dass ich mich an die Planung machen sollte. Die Liebe hat jede Chance verdient, aber bitte auch die Selbstliebe, denn sie ist existenziell wichtig für uns. Wir müssen nicht alles ertragen, noch zehn Jahre ein Haus abbezahlen, dass eh versteigert würde und wir müssen auch nicht des sechzehnjährigen Sohnes wegen noch fünf bis zehn Jahre warten, bis er auszieht, damit sein Leben bequem bleibt. Kinder merken, dass man ihnen eine Lüge vorlebt und wir werden auch nicht glücklich. Es geht darum, Selbstbewusstsein zu entwickeln und das zu finden, was man wirklich aus ganzem Herzen möchte. Vieles weitere ist meist einfacher, als es gedacht wurde.

Ein Hinweis: Wenn Sie diesen Artikel bis hier gelesen haben, dann hat es einen Grund. Arbeiten Sie es auf, alleine oder nehmen Sie psychologische Beratung zur Hilfe. Klären Sie, was Sie antreibt, denn es interessiert Sie. Reden wir darüber?


Fünf Artikel zum Thema Trennung:

  1. Trennung Ja oder Nein?
  2. Trennung und Neuanfang
  3. Zwischen zwei Männern entscheiden
  4. Trennung mit Kindern
  5. Trennung aber wie bei finanzieller Abhängigkeit

5

Paartherapie – wann und wie kann sie helfen? Zehn wichtige Fragen und Antworten, die klar aufzeigen, wie einfach und schnell Paarberatung wirklich helfen kann.

Paartherapie – wann und wie kann sie helfen? Zehn wichtige Fragen und Antworten, die klar aufzeigen, wie einfach und schnell Paarberatung / Paartherapie / Eheberatung wirklich helfen kann.

Paartherapie Aachen

In Aachen, Düren, Heinsberg und Mönchengladbach sind – wie überall – viele Paare in einer Krise. Das ist vollkommen normal und gehört zum Leben dazu. Es kann nicht immer alles einfach sein und wir sind immer wieder einmal aufgewühlt, streiten uns – oder es gibt einen Seitensprung (oder den Verdacht). Paartherapie / Paarberatung bzw. eine Eheberatung kann dabei oftmals schnell helfen und die Wogen wieder glätten. Dazu haben zehn Menschen oft gestellte Fragen geschrieben, die Hypnose-Coach und Paarberater Arno Ostländer nachfolgend beantwortet.

paartherapie aachen


Paartherapie Aachen: 10 Fragen und Antworten

Anja (33, Stolberg Rhld.): Kann man auch alleine zur Eheberatung kommen?

Arno Ostländer: Natürlich ist das möglich. Man kann sich vorab informieren und lässt sich beraten, wie man vorgehen kann. Viele Männer sind leider erst spät bereit, sich gemeinsam einen Termin zu suchen. Wenn man alleine etwas verändert, dann geht es dennoch, denn der Partner wird durch die eigene Veränderung sein Denken und Handeln auch ändern müssen.


Buchtipp: Ratgeber Liebe und Partnerschaft: Heiße Themen rund um was und wen wir lieben.


Marion (37, Erkelenz): Mein Mann möchte keinen Sex mehr. Liegt es an mir? Sucht er nach anderen Dates und Kontakten?

Arno Ostländer: Das kann man pauschal meist natürlich nie beantworten, aber meist ist das nicht so. Auch nicht jeder Mann sucht sofort nach Erotik-Dates, wenn er eine Zeit lang keine Lust hat. Männliche Sexualität ist schwieriger und komplexer, als sie dargestellt wird. Es kann mit Eurer Beziehung oder mit seinem Selbstwert zusammenhängen. Meist sind schnelle Veränderungen möglich.

 

Erika (52, Linnich): Ich liebe einen anderen Mann und kann mich nicht entscheiden – was kann ich tun?

Arno Ostländer: Wichtig ist, dass man aufarbeitet, was Dir die beiden Beziehungen bedeuten. Manchmal nennen wir etwas „Liebe“ und es ist an sich „nur“ Aufmerksamkeit. Es können auch viele andere Dinge sein, die uns beeinflussen. Wichtig ist, dass wir gemeinsam Deine Themen anschauen und herausfinden, worum es Dir wirklich geht. Dann kannst Du Deine Entscheidung umsetzen.

Markus (42, Mönchengladbach): Ich träume oft von einem Seitensprung, aber ich möchte das nicht. Bin ich verrückt?

Arno Ostländer: Nein, das sicher nicht. Phantasien dürfen Männer und Frauen haben. Die meisten Menschen leben sie nicht aus, brauchen aber das Kopfkino. Bereichert doch Eure Beziehung einmal mit Rollenspielen. Das kann sehr spannend sein und neue Gedanken aufkommen lassen, die anmachen.

Monika (44, Herzogenrath): Ich finde meine Brüste zu klein und möchte mich operieren lassen, weil ich glaube, dass mein Mann mich dann attraktiver findet.

Arno Ostländer: Das wird wahrscheinlich nicht so sein. Wer sich kennenlernt, der findet die Dinge anziehend, die einen Menschen ausmachen. Warum sollte er plötzlich größere Brüste wollen, wenn er Dich so geheiratet hat, wie Du bist? Vielleicht denkst Du nur, Du müsstest etwas verändern. Frag ihn doch einmal, was er an Dir mag.

Hans-Jürgen (51, Düren): Meine Frau möchte öfter Sex als ich und ich fühle mich wie ein Versager. Geht es nur mir so?

Arno Ostländer: Nein, es gibt oft Beziehungen, in denen Frauen mehr Lust haben. Das darf Dich aber bestärken. Du musst aber auch nicht alles mitmachen. Gib ihr doch mehr Aufmerksamkeit, Streicheleinheiten oder schau, was Dir mehr Spaß macht und bring mehr Dinge in Euer Liebesleben, die Dir Freude machen.

Sandra (44, Eschweiler): Ich traue mich nicht, mich zu trennen, danach bin ich finanziell am Ende!

Arno Ostländer: Meist stimmt das nicht so ganz, denn Du bekommst immer Unterstützung, wenn auch nicht viel. Der Anfang aber ist oft wichtig und Du kannst es gezielt gut vorbereiten, auf eigenen Beinen zu stehen. Das liegt an Deiner Situation und man könnte das schnell persönlich klären und dann würde es sicher leichter für Dich.

Thomas (49, Stolberg): Ich glaube, meine Frau betrügt mich. Wie soll ich vorgehen?

Arno Ostländer: Viele Männer beobachten ihre Frauen, statt sich zu unterhalten. Handy, Computer werden durchsucht, Ortungsgeräte eingesetzt und vieles mehr. Frauen sind dafür wirklich zu clever, aber ehrlich, wenn man offen ist. Redet darüber, ob und warum es so ist – und das besser nicht alleine, sondern in einer Beratung. Dann kann sich schnell vieles klären und auch verändern. So spiel weniger Wut und Verletzung mit, wenn Klärung erfolgt.

Barbara (46, Roetgen): Mein Mann steht auf jüngere Frauen und ich kann nichts tun – oder?

Arno Ostländer: Woher ist Dir das klar? Männer schauen gerne Frauen nach, das ist nicht schlimm. Auch Frauen tun das – nur diskreter. Männer genießen manchmal auch nur mit ihren Augen und denken sich nichts dabei. Das muss Dich nicht abwerten. Lass ihm seine Phantasien und gönne Dir auch welche. Wenn es zu keinem Vorfall kommt, er das nicht ausspricht und nicht untreu wird, dann genießt er nur mit den Augen – was Dich nicht verletzen muss. Wenn doch, dann kann man das besser im Rahmen einer Beratung klären.

Eva (61, Titz): Er hat mich verlassen. Wie bekomme ich ihn zurück?

Arno Ostländer: Verlassen zu werden ist sehr verletzend. Eine Beratung wird Dir schnell helfen, wieder klarer zu sehen und die sollte schnell beginnen, damit Du nicht falsche Rückschlüsse ziehst und vielleicht genau die falschen Dinge unternimmst. Kläre, warum Dir die Beziehung noch wichtig ist und versuche nicht, das zu behalten, was Du vielleicht selbst nicht mehr willst. Hier gibt es viele interessante Dinge, die man besprechen sollte, damit Dir klar wird, was Du willst.


Danke, dass wir die Fragen und Antworten veröffentlichen durften. Mehr auch in den Referenzen und Bewertungen. Nimm wegen deines Anliegens gerne Kontakt auf.