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Beleidigung, Erniedrigung und Herabsetzung sind Anzeichen unserer Zeit. Mobbing ist ein Thema für uns alle. Es hat schlimme Folgen für Körper und Seele .

Beleidigung, Erniedrigung und Herabsetzung sind Anzeichen unserer Zeit. Mobbing ist ein Thema für uns alle. Es hat schlimme Folgen für Körper und Seele – aber man kann dagegen vorgehen.

mobbing


Was bedeutet Mobbing?

Die Definition von Mobbing ist grundsätzlich einfach: Alles das, was einen Übergriff oder eine Beleidigung darstellt ist Mobbing oder kann so gesehen werden. Wenn wir benachteiligt, angegriffen oder herabgesetzt werden, dann ist das ganz sicher niemals in Ordnung und wir müssen das nicht aushalten.

Es können Geräusche und Sinneswahrnehmungen sein, durch dir wir belästigt werden. Es geht aber auch direkter und deutlicher. Das macht aber keinen Unterschied.


Buchtipp: In 21 Tagen Nein sagen lernen. Das Handbuch für mehr Abgrenzung!: Geschenkbuch für Menschen, die nicht Nein sagen und sich nicht abgrenzen können. (Das Geschenk des Glücks, Band 1)


Wo erleben wir Mobbing?

In allen Bereichen des Lebens. Privat, beruflich, im Verein und in allen Lebenslagen kann uns Mobbing begegnen. Schule, Kindergarten, Sport und Freizeit – Mobbing hat keine Grenzen. Je mehr wir auf das Umfeld angewiesen sind (Familie oder Arbeitsplatz beispielsweise), desto schlimmer die Auswirkungen.

Ist Mobbing strafbar?

Ja ist es. Natürlich dürfen wir Menschen nicht beleidigen. Es gibt hier auch Erlebnisse, die in den Bereich von Beleidigung und Nötigung fallen. Aber auch Mobbing an sich kann strafbar sein. Mobbing ist in einigen Fällen eine Körperverletzung.

Die Gewerkschaft Verdi sagt auf ihrer Internetseite: „Wenn Prävention allein nicht hilft und auch die betrieblichen Möglichkeiten ausgeschöpft sein sollten, können sich Mobbingopfer auch juristisch wehren. Schwere Mobbinghandlungen können strafbar sein. Körperverletzung (§223 StGB) (Sie liegt vor, wenn durch Mobbing jemand erkrankt und ein Arzt dies attestiert.)“

Die 10 effektivsten Tipps gegen Mobbing

  1. Gib klare Grenzen direkt zu erkennen.

Es braucht keine Steigerung. Wenn Dir etwas zu weit geht, dann musst Du es sofort klarstellen. Wartest Du zu lange, dann kann es zu spät sein und Du musst vielleicht schon viel mehr Energie aufwenden. Lass Dich nicht in die Ecke drängen und warte nicht zu lange.

  1. Führe Tagebuch über Vorfälle

Wenn Du der Überzeugung bist, ein Ereignis ist für Dich belastend oder könnte als Mobbing gesehen werden, dann zeichne alles auf, was geht. Detailinformationen (Datum, Uhrzeit, Bilder, Zeugen und andere wichtige Angaben) werden im Wiederholungsfall oder bei Verschlimmerung wichtig.

  1. Kläre wichtige Fakten bevor Du etwas unternimmst

Wenn Du ein offensichtliches Mobbing bemerkst, dann erkundige Dich, bevor Du eingreifst. Vielleicht hat der Kollege eine Behinderung bzw. lebt gerade in einer besonderen Diät und wird gar nicht ausgegrenzt. Sei nicht zu vorschnell und erhebe nicht zu früh Vorwürfe, ohne eine Klärung zu unternehmen.

  1. Nicht Gleiches mit Gleichem vergelten

Bleib sauber und versuche nicht, Dich mit Gegenwehr zu äußern. Du kannst sachlich bleiben und Argumente suchen. Sprich von Dir und Deinem Erleben, weise keine Schuld zu. Du darfst nicht das selbst verursachen, wogegen Du vorgehen möchtest. Es bringt nichts, gehört sich nicht und man schaukelt sich zu schnell hoch.

  1. Beschwerden sind wichtig

Beschwere Dich entsprechend, wenn eine erste Klärung nicht erst genommen wird. Das geht in jedem Umfeld – beruflich wie privat. Natürlich muss man nicht gleich den größten Trumpf ausspielen, aber man kann – und sollte es auch im Wiederholungsfall. Aufgrund § 84 Abs.1 Satz 1 BetrVG / § 85 Abs.1 BetrVG (Betriebsverfassungsgesetz) kannst Du Dich bei Vorgesetzten, Arbeitgeber, Personalabteilung oder Betriebsrat beschweren.

  1. Timing ist wichtig

Wenn wir unseren Chef / den Vereinsvorsitzenden oder anderen Ansprechpartner ansprechen, dann sollten wir einen ruhigen Moment nutzen und dann auch selbst entspannt in das Gespräch gehen. Auch hier sollten wir sachlich bleiben. Sag dem Ansprechpartner auch das, was das für Dich bedeutet. Sprich von der Bedeutung für Dich und von Deiner Situation. Auch hier bitte nicht drohen und zu sehr Vorwürfe aus den Schilderungen machen.

  1. Versuche die Interessen des Gegenübers zu erkennen

Chefs, Vereinsvorstände und Kindergartenleiterinnen haben – wie alle Menschen – Interesse an einem entspannten Alltag. Wenn sie verstehen, wie sehr sie davon profitieren und was das Thema ist, dann kommt die Hilfe schneller.

  1. Sprich Dich aus und lasse Dich beraten

Nutze eine Beratung / ein Coaching, gehe zu einer Selbsthilfegruppe oder Beratungsstelle bzw. einem Ansprechpartner, der Dir helfen kann und zu dem Du Vertrauen besitzt wie Hausarzt oder Pfarrer.  Freunde und Bekannte sind oftmals die falsche Adresse.

  1. Bleibe hartnäckig

Wenn das erste Gespräch nichts bringt, dann versuche es noch einmal, gehe auf die nächsthöhere Ebene und suche Dir Unterstützung. Es ist wichtig, gegen Mobbing vorzugehen und sich Hilfe zu suchen. Zeugen und professionelle Begleitung sind wichtig.

  1. Zeige Zivilcourage

Schaue, dass Du nicht das Mobbing an Schwächere weitergibst, sondern distanziere Dich von Mobbern und Mobbing – zeige Zivilcourage und gehe gegen Mobbing in allen Fällen vor.

Wenn du magst reden wir über dein Thema?

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Oft kann man sich doch mit Hypnose erinnern – oder? Es ist doch bestimmt möglich, dass Hypnose wie ein Lügendetektor wirkt und man die Wahrheit herausfindet?

Oft kann man sich doch mit Hypnose erinnern – oder? Es ist doch bestimmt möglich, dass Hypnose wie ein Lügendetektor wirkt und man die Wahrheit herausfinden kann – oder etwa nicht?

Der Wunsch: Hypnose als Lügendetektor

Es ist in Deutschland nicht zulässig, durch Hypnose Straftaten aufzudecken und es könnten auch immer sogenannte Pseudo-Erinnerungen sein. Ganz klar muss man einräumen, dass eine verlässliche Erinnerung unter Hypnose durchaus möglich ist aber niemals eine Garantie beinhaltet. Ob man eine verwertbare Information hat, kann man leider nicht wirklich sicher sagen. Ja, es scheint oft erfolgreich zu sein und viele Menschen erinnern sich an Dinge, die sie vergessen hatten. Einige der Dinge sind aber nicht nachprüfbar und daher ist der Wahrheitsgehalt nicht immer sicher.

Hypnose Missbrauch


Kann man mit Hypnose Missbrauch aufdecken?

Daher hier auch: Nein! Man kann es nicht garantieren oder sich sicher sein, dass man sexuelle Übergriffe, Kindesmissbrauch und Misshandlungen aufdecken kann. Die Hypnose kann keine deutliche Wahrheitsfindung sein – beispielsweise die Rückführung – auch genannt Hypnotische Regression. Es ist für viele Menschen ein wunderbares Erlebnis, aber eben keines mit Garantie, sich wirklich zu erinnern oder garantiert die Wahrheit hinter unseren Traumata festzustellen oder die Folgen im Erwachsenenalter zu deuten. Das Aufdecken ist daher vielleicht möglich, aber es könnte auch zu falschen Rückschlüssen kommen. Das muss man wissen. Der Schuss könnte nach hinten losgehen und man hat Verdächtigungen, weil beispielsweise das Unterbewusstsein etwas überbewertet und Dinge verändert.

Wie ist das möglich?

Man mag sich das vorstellen wie im Traum. Es kam vielleicht wirklich zu einem Übergriff, weil jemand zu uns schroff oder laut war und vielleicht wurden wir dabei auch unangemessen berührt. Hier kann ein Griff ans Handgelenk schon zu viel sein. Emotional – wie im Traum – könnten wir das mit anderen Bildern belegen und denken, dass die Übergriffigkeit noch viel weiter gegangen wäre. So kommt es zu Verdächtigungen und Anschuldigungen, die zu weit gehen. Manchmal vermuten wir Kindesmisshandlung und sexuelle Übergriffe dort, wo es wahrscheinlich um eine Grenzverletzung ging, die aber noch drastischer empfunden wurde, als sie war. Das Kind steigert sich vielleicht manchmal hinein und das später zu klären, kann schwer sein. Natürlich gibt es klare Übergriffe, aber die Hypnose kann die Wahrheit eben nicht klären und vielleicht stellt sich das Erlebnis intensiver da, als es war.

 

Was ist in Hypnose möglich?

Wenn wir nicht die Hypnose zur Wahrheitsfindung einsetzen können, ist es denn dann möglich, sie sinnvoll einzusetzen? Ja – und das ist viel wichtiger. Wir können sehr gut daran arbeiten, unsere Wahrnehmung und die Gefühle zu verändern. Unser Ziel in Hypnose kann und sollte wohl auch sein, das Erleben emotional positiv zu verändern. Das bedeutet, dass es da Hilfe gibt, wo sie gebraucht wird, bei der Verarbeitung der Situation. Wir können vielleicht nicht alles klären, möglicherweise auch kein Urteil fällen, aber wir können lernen, besser mit den Erlebnissen umzugehen. Das ist viel entscheidender. Wir sind nicht verpflichtet, mit Kummer und Leid zu leben. Wir dürfen freier und glücklicher sein. Es muss nicht sein, dass uns jede Berührung Angst macht, weil wir vielleicht sexuell missbraucht wurden.

Ganz persönlich dazu

Ich bin selbst mit 18 Jahren vergewaltigt worden und kann nur sagen, dass ich es gut verarbeitet hatte. Viele der Elemente, die mir geholfen haben, sind in meinem grundsätzlichen Coaching Vorgehen enthalten, das ich Quantum Rebalance nenne. Man kann lernen, seine Gefühle kennenzulernen, mit ihnen besser umzugehen und sich von Last und Schuld zu befreien.

Diese Fragen muss ich mir stellen:

  • Möchte ich wirklich bei jeder Massage zittern, weil mich Berührungen verunsichern?
  • Habe ich Angst vor einem Kuss, weil ich dann vielleicht wieder erlebe, dass meine Grenzen verletzt werden?
  • Kann ich Sexualität nicht genießen, weil ich nie weiß, ob ich Nein sagen darf?
  • Habe ich das Recht, meine Grenzen zu nennen?
  • Kann ich mich etwas sexy anziehen, ohne dass man wieder sagt, ich würde provozieren und wäre es dann selbst schuld?
  • Halte ich das aus, was ich emotional erlebe?
  • Darf ich frei und glücklich sein?

Was viele Menschen fürchten

Angst macht uns, dass wir uns einem Gerichtsverfahren stellen müssten, in dem wir noch einmal das Erlebte verarbeiten, bloßgestellt werden und nochmals alles durchleben. Die Gegenseite wird alles versuchen, uns anzugreifen und als nicht glaubwürdig hinzustellen. Die Öffentlichkeit reagiert sehr aus sexuelle Übergriffe – wie man an der #metoo Diskussion sieht.

Therapie vor dem Prozess?

Therapie vor dem Prozess wird oft als unmöglich hingestellt und davon abgeraten, da man dann nicht mehr die Wahrheit ergründen kann. Das ist eine unglaubliche Zumutung und wird oft berichtet. Wer Hilfe sucht, damit er das Erlebnis verarbeiten kann, der wird dann vor Gericht nicht mehr ernst genommen. Unfassbar. Dann müssen die Gerichte einfach die Leute sofort vernehmen und die Prozesse sofort beginnen und sich vielleicht einmal weniger mit Falschparkern und Lappalien aufhalten. Streitigkeiten wegen einiger hundert Euros, kleineren Verkehrsvergehen, Bußgeldern und Schwarzfahrens bremsen die Kapazitäten wegen solcher Dinge aus und dann muss man sich angeblich ein halbes Jahr, ganzes Jahr oder länger durchkämpfen, bis man nach dem Prozess noch gebrochener ist und dann ewig auf die Hilfe warten. Denn Wartezeiten von 12-24 Monaten sind normal.

Das Problem mit dem System

Das ist unmöglich und absolut unvertretbar. Das geht nicht und darf nicht sein. Es widert mich an, wenn ich das mal auf den Punkt bringen darf. Durch Rechtsschutzversicherungen kann man sich gegen die eigene Dummheit leicht wehren (um es mal hart auszudrücken) und es sich leisten, sich wegen jedem Zeitungsabo zu wehren. Das beschäftigt Gerichte vollkommen unangemessen. Die Menschen, die schlimme Erlebnisse abschließen möchten, warten daher ewig lange auf den Termin, vor dem sie Angst haben und dürfen es erst danach verarbeiten. Das ist einfach ein großer Fehler im System, der Veränderung braucht.

Wir müssen vor allem an uns denken

Das hat aber nichts damit zu tun, dass es uns besser gehen darf. Wir müssen für uns sorgen und das muss Priorität haben. Das Leben wieder aushalten zu können, es wieder neu genießen zu lernen und sich selbst schützen zu lernen ist wichtig. Ich habe lange gewartet, bis ich es aufgearbeitet habe – leider. Das muss man wirklich viel früher in Angriff nehmen.

Daher können diese Punkte vielleicht auch helfen:

  • Das Selbstbewusstsein zu stärken ist wichtig und erhöht auch das sichere Auftreten.
  • Selbstverteidigung ausüben hilft, sich zu wehren.
  • Rechtzeitig NEIN zu sagen ist eine Sache, die wir lernen müssen.
  • Sich immer schnell Hilfe zu holen ist wichtig.
  • Nicht immer alles auszuhalten ist gut.
  • Überwachung und sich selbst zu verwanzen ist nicht immer die Lösung.
  • Zivilcourage geht uns alle an und muss von uns allen ausgehen.
  • Die Erziehung muss uns ermutigen, zu uns selbst zu stehen.

In meiner Vita habe ich ein wenig davon geschrieben, was mir geschehen ist. Wenn du magst, dann schau dir in meinem ersten und sehr persönlichen Buch noch mehr an und lerne meine Situation und meinen Weg hinaus kennen:

Mein Buch: Endlich bei mir angekommen: Das Lese- und Übungsbuch für alle Menschen, die sich auf den Weg zu ihrem eigenen erfüllten Leben voller Liebe machen möchten!

Daher: Unsere Seele braucht Ruhe und Frieden – wir haben es verdient! Darum müssen wir uns kümmern und beginnen, uns selbst besser zu schützen! Lass uns über dein persönliches Thema sprechen.