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Gedanken zum Leben und Tod von Louise Hay

Louise Hay (Lu Lu) starb am 30.08.2017 im Alter von 90 Jahren. Wie lebte und wirkte diese erfolgreiche und liebenswürdige Frau, die ich persönlich kennenlernen durfte?

louise hay verstorben


Wie Louise Hays Weg begann

Die heutige „Grand Dame des positiven Denkens“ Louise Hay hatte nicht das einfache Leben, das man ihr unterstellte, wenn man sie kennenlernte. Immer liebevoll und zugewandt, offen und begeistert, sie war ein wirklicher Sonnenschein. Mit 18 Monaten ins Pflegeheim, ein brutaler Stiefvater, vom Nachbarn vergewaltigt, riss sie mit 15 Jahren von Zuhause aus und wurde zur Adoption freigegeben. Als sie begann zu modeln und den Briten Andrew Hay heiratete schien sich das Leben auf der Sonnenseite abzuspielen. Als sie 32 Jahre alt war verließ er sie wegen einer anderen Frau. Erneut brach ihre Welt zusammen.


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Bei einer spirituellen Kirchengemeinde lernte sie einige Zeit später die Arbeitsweise kennen durch die Gedanken das Leben verändern zu können. „Wenn Du Dein Denken ändern kannst, so kannst Du auch Dein Leben ändern!“ Das zog sie in ihren Bann und – wie man es sich vorstellen kann – ließ es sie sicherlich zweifeln, aber es zog ebenso magisch an. Was wäre, wenn es möglich ist? Sie ließ sich daraufhin zur Seelsorgerin ausbilden.

Ihre Bücher und Veröffentlichungen sowie ihre Erkrankung

Jetzt veröffentliche sie die Broschüre „Heal Your Body“. Dies war der Auftakt zu zahllosen Büchern, CDs und vielen weiteren Veröffentlichungen, die heute im eigenen Verlag Hay House erscheinen. Nun aber kam der nächste Schicksalsschlag mit dem Beginn der Schriftstellerkarriere, sie erkrankte an Gebärmutterhalskrebs. Eine Behandlung wollte sie nicht, sie wählte für sich den Weg der Affirmationen. Sie erforschte das, was sie in ihrer Broschüre angefangen hatte zu notieren und begann nicht nur bei sich selbst, sondern sie begleitete auch andere Menschen auf dem Weg der Erkenntnis und Gesundung.

Vorträge und Workshops

Durch die eigenen Erkenntnisse und die Arbeit mit anderen Menschen mit vielfältigen Erkrankungen ist es dazu gekommen, dass aus der Broschüre ein Buch wurde, welches wir heute unter dem Titel „Gesundheit für Körper und Seele“ kennen. Aus der Arbeit mit sechs Menschen entstand eine regelrechte Bewegung, die schnell Hallen füllte von Menschen, die den Weg der Schulmedizin nicht mehr gehen konnten oder wollten, die von der Schulmedizin aufgegeben worden waren oder die einfach eine Ergänzung suchten und verstehen wollten, was wirklich in ihnen vorgeht.

Der Tod mit 90 Jahren

Viele Menschen sind traurig, dass Louise Hay im Alter von 90 Jahren am 30.08.2017 friedlich und im Kreis ihrer Lieben verstorben ist. In Hamburg - Deutschland war sie zuletzt im März 2013 mit Charyl Richardson. Dort bin ich ihr begegnet und hatte die Gelegenheit mich mit ihr zu unterhalten. Sie verabschiedete sich mit den Worten „Thank you“ in ihrer wunderbaren und liebevollen Art.

Was bleibt von Lu Lu?

Louise Hay – liebevoll von allen Lu Lu genannt – hat unverarbeitete Erlebnisse aus der Kindheit als Auslöser für viele Erkrankungen von Körper und Seele angesehen. Vergebung ist für sie ein wichtiges Thema gewesen. Dies soll dazu beitragen, den Körper von Angst, Depressionen und Krankheiten zu entgiften. Hormone, Eiweißverbindungen und andere Botenstoffe sind Auslöser von Erkrankungen, was uns heute immer logischer erscheint und in vielen Bereichen als erwiesen gilt. Die zuerst esoterisch wirkende Lehre erfährt immer mehr Bestätigung durch Menschen wie Dr. Luc Isebaert, Prof. Dr. Luise Reddemann, Dr. Gerald Hüther, Dr. Rüdiger Dahlke und viele andere.

Dr. Luc Isebaert hat es in seiner Klinik in Lüttich erforscht, wie man Veränderung in Menschen bewirken kann. Das, was schon Dr. Martin Seligman als „erlernte Hilflosigkeit“ bezeichnete war für ihn der Dreh- und Angelpunkt der Veränderung. Wir brauchen wieder mehr positives Erleben aus dem Kurzzeitgedächtnis. Dies belegen auch die Erfolge seiner Klinik, wie er persönlich 2015 im Alexianer Krankenhaus in Köln ausführte.

Frau Prof. Dr. Luise Reddemann sagt im Rahmen ihrer Ausbildungen in PITT (Psychodynamisch imaginativer Traumatherapie), das sie früher nicht zugegeben hat, meditiert zu haben und es nun gerne Menschen empfiehlt, ebenso wie eine Hypnose Ausbildung.

Weiterhin führen Dr. Gerald Hüther, Dr. Gunther Schmidt oder Vera Birkenbihl oftmals aus, wie wichtig es ist, dass wir unserem inneren Erleben, den Gefühlen und unserer Seele mehr Aufmerksamkeit schenken, damit wir ganzheitlich gesunden können. Insofern scheint Esoterik das zu sein, was es ist, wortwörtlich der „Blick nach innen“ und das Erkennen von dem, was man uns mitgegeben hat, was uns geprägt hat und was dadurch in unserem Körper geschieht.

Wir können von ihr lernen, dass wir in jedem Fall auch auf die Seele und die offenen Lebensthemen schauen müssen. Es mag nicht alles ohne Schulmedizin gehen und es wäre gefährlich, akute Erkrankungen nicht behandeln zu wollen. Die Seele und deren Verletzungen sind aber ebenso wichtig. Wie wir mit uns und der Umwelt umgehen ist wichtig für unser Leben und unseren inneren Frieden. Das ist uns heute klar. Die seinerzeitige esoterisch klingende Vorreiterin dieser Art zu denken erfuhr in den letzten Jahren immer mehr Anerkennung und Zustimmung. Man mag denken, wie man mag, aber „Im Schützengraben gibt es keine Atheisten“ sagte schon Pfarrer Cole Maynard. Schauen wir in jedem Fall auf das, was uns belastet, lernen es liebevoll anzunehmen, aufzulösen und Vergebung zu geben sowie selbst zu finden. Hier schließt sich der Kreis mit den alten Lehren des Hermes, der yogischen Weltsicht, der Traditionellen Chinesischen Medizin und vielen anderen alten Weisheiten. Körper, Geist und Seele sind untrennbar verbunden und erkranken nicht nur gemeinsam, sondern gesunden auch in Verbundenheit.

Danke liebe Lu Lu für Dein Wirken und Leben, Deine Liebe und Güte – und mein besonderer Dank nochmals für unsere Begegnung und unser wunderbares Gespräch. Arno  Ostländer


Bild rechtefrei aus Wikimedia Commons | Hinweis: Original Artikel vom 31. Aug. 2017 auf Bewusstes-Zentrum.de veröffentlicht und nach hier übernommen.

2 Gedanken zu „Gedanken zum Leben und Tod von Louise Hay

    1. Arno Ostländer

      Ja, ich durfte Louise Hay kennenlernen und mich mit ihr unterhalten - ganz liebevoll und sehr persönlich.

      Antworten

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